Cicerone Ensemble

Foto: DMW/Axel Nickolaus

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Dem Cicerone Ensemble reicht es nicht, Musik lediglich zu „spielen“. Historische Musik zu hören ist gerade mal ein Teil der Erfahrung, welche die drei jungen Musiker zu bieten suchen. Das Ziel ist stattdessen Musik darzustellen, wie ein Fremdenführer ein altes Gemälde oder Gebäude präsentieren würde, daher der Name „Cicerone“ (Italienisch: Cicerone – Fremdenführer). Den größten Genuss erfährt man dann, wenn die Musik nicht nur auf einem intuitiven Level angegangen wird, sondern wenn man das Gehörte auch nachvollzieht. Als sich diese Erkenntnis drei Musikern während ihres Studiums an der Folkwang Universität breit machte, gelangten sie sehr schnell zu dem Entschluss ein Ensemble zu gründen, dessen Ziel es ist genau diese Idee zu verfolgen.

Aus diesem Grund moderiert das Cicerone Ensemble seine Konzerte prinzipiell. Mit historischen Hintergründen und Informationen zu historischer Aufführungspraxis, den Instrumenten und Spieltechniken, geben sie dem Publikum einen Rahmen, in den die Musik eingeordnet werden kann, was dem Zuhörer einen neuen Zugang zur Barockmusik bietet. Die Moderation gestaltet das Programm zusätzlich abwechslungsreicher und eingänglicher, und stößt somit sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern regelmäßig auf großen Zuspruch. Auf diese Art wecken die drei Musiker nicht nur das Interesse an Historischer Aufführungspraxis – es ermöglicht ihnen auch eine Musizierweise, die frei von überholten Hörgewohnheiten ist, und somit eine größere Nähe zum historischen Klang ermöglicht.

Mit den Mitgliedern des Cicerone Ensembles treffen hier die individuellen Erfahrungen zusammen, die mit namenhaften Ensembles wie Das Neue Orchester, dem Balthasar-Neumann- Ensemble und der Kölner Akademie auf internationalen Bühnen und CD-Aufnahmen gesammelt wurden. Zudem hat sich das Cicerone Ensemble dem steten Respekt und der Treue gegenüber historischer Quellen verschrieben, weshalb zwei der drei Musiker Lehraufträge an der HfMT Köln bzw. der Universität Mozarteum Salzburg innehalten. Die Kombination musikwissenschaftlicher Erkenntnissen und leidenschaftlicher künstlerischer Arbeit führen zur vollkommenen Balance der unterschiedlichsten Affekte, welche die Musik der Barockzeit so einzigartig machen. Das Cicerone Ensemble nahm 2014 an der Akademie der Düsseldorfer Hofmusik teil und erreichte das Semifinale des Int. Van Wassenaer Concours Utrecht. 2015 wurde das Ensemble beim renommierten Deutschen Musikwettbewerb mit dem Stipendium des DMW ausgezeichnet und wird für die Spielzeit 2016/17 in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler des deutschen Musikrat aufgenommen. Im Juni 2015 erspielte sich das Ensemble den Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung. Im Zuge seiner deutschlandweiten Erfolge ist das Ensemble zunehmend auch im Rundfunk zu vernehmen. Konzerte und Portraits wurden z.B. vom WDR, BR und Deutschlandfunk ausgestrahlt.

Adrian Cygan – Barockcello
Andreas Gilger – Cembalo
Thomas Wormitt – Traversflöte

neue CD: Cicerone Ensemble – Grand Tour

Im Januar 2019 ist unsere Debüt CD beim Label Genuin erschienen. Sie beinhaltet unser erfolgreiches Konzertprogramm „Grand Tour“, ergänzt um ein umfangreiches Booklet mit Informationen und Anekdoten, zusammengetragen von unserem Cembalisten Andreas Gilger. Die CD kann man z.B. bei Genuin direkt bestellen, über den Handel beziehen oder auch in online Diensten wie iTunes, Spotify usw. abrufen.

„Diese Grand Tour bereitet ein großes Vergnügen.“ (Ulrike Henningsen, NDR Kultur 10.1.19)

„Die Artikulation und Verzierungen sind geschmackvoll und abwechslungsreich und berücksichtigen die unterschiedlichen, landestypischen Stile der Zeit. Technische Schwierigkeiten scheinen die drei Herren, zumindest bei solch einem Programm, nicht zu kennen…“ (Christiane Lehnigk, Deutschlandfunk, 20.1.19)

„Ebenso verwandelt das Cicerone Ensemble das Skelett aus Notenlinien, Bindebögen und Balken in einen beseelten Organismus. Das tun die Musiker mit der Gewissenhaftigkeit eines Cicerone: mit seinem Respekt vor den historischen Fakten, aber vor allem mit seinem Herzblut. Denn ein guter Cicerone sieht in bröckelnden Mauern oder vergilbtem Notenpapier keine erstarrten Denkmäler, sondern eine Welt voller Zauber, die uns viel über uns selbst erzählen kann.“ (Wolfgang Schicker, BR Klassik, 17.2.19)

„Eine gelungene Zusammenstellung, gespielt mit viel Esprit und Ausdruck“ (Bettina Winkler, SWR2, 21.2.19)

Aktuelle Infos auch auf unserer Homepage und der Facebook Seite.

Foto: DMW/Axel Nickolaus

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